EU AI Act Schnellcheck

EU AI Act Schnellcheck: Welche Pflichten treffen Ihren KI-Einsatz?

Der EU AI Act ordnet KI-Anwendungen vier Risikostufen zu – von minimalem über begrenztes und hohes Risiko bis zu verbotenen Praktiken – und knüpft daran abgestufte Pflichten. Für viele Pflichten gilt die volle Wirksamkeit ab August 2026. Dieser Schnellcheck gibt Ihnen in wenigen Minuten eine erste Einordnung Ihres Anwendungsfalls.

Habicht mit Weitblick – steht für den Überblick über regulatorische Pflichten.
In 2 Minuten

Schnellcheck: Ihre indikative Risikoklasse

Beantworten Sie fünf kurze Fragen zu Ihrem KI-Einsatz – Sie erhalten eine indikative Einordnung in eine der vier AI-Act-Risikostufen.

1Nutzen Sie KI für eine dieser Praktiken? Social Scoring durch Behörden, manipulative Beeinflussung, ungezielte Gesichtserkennung oder Emotionserkennung am Arbeitsplatz bzw. in der Bildung.
2Wird die KI in einem dieser sensiblen Bereiche eingesetzt? Personalauswahl/HR, Kreditwürdigkeit/Versicherung, kritische Infrastruktur, Strafverfolgung/Justiz, Migration/Grenzkontrolle, Zugang zu wesentlichen Diensten, Bildung/Prüfungen oder biometrische Identifizierung.
3Interagiert die KI direkt mit Menschen (z. B. Chatbot) oder erzeugt sie Texte, Bilder oder Audio (auch „Deepfakes“)?
4Verarbeitet die KI dabei personenbezogene Daten?
5Entwickeln oder vertreiben Sie die KI selbst (als Anbieter) – nicht nur deren Einsatz (als Betreiber)?

Dieser Schnellcheck ist eine unverbindliche Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist der Wortlaut der Verordnung (EU) 2024/1689; die Einstufung im Einzelfall sollte mit fachkundiger Beratung erfolgen.

Risikostufen

Was die vier Risikoklassen bedeuten

Stufe 1

Minimales Risiko

Keine spezifischen AI-Act-Pflichten; freiwillige Verhaltenskodizes werden empfohlen.

Stufe 2

Begrenztes Risiko

Transparenzpflichten: Menschen müssen erkennen, dass sie mit KI interagieren bzw. dass Inhalte KI-erzeugt sind.

Stufe 3

Hohes Risiko

Strengste Pflichten: Risikomanagement, technische Dokumentation, menschliche Aufsicht und Konformitätsbewertung.

Stufe 4

Verboten

Im EU AI Act untersagte Praktiken (Art. 5) – ein solcher Einsatz ist nicht zulässig.

Checkliste

Die wichtigsten AI-Act-Schritte als Checkliste

Für Ihre interne Vorbereitung: kompakt zum Abhaken und als PDF speichern. Frei zugänglich, ohne Anmeldung.

Stand: Juni 2026 · Grundlage: Verordnung (EU) 2024/1689 (EU AI Act)

Sie möchten die Checkliste lieber per E-Mail? Diese Option mit Einwilligung folgt in Kürze.

1 · KI-Anwendungsfälle erfassen

2 · Risikoklasse bestimmen

3 · Pflichten für Hochrisiko-Systeme

4 · Transparenzpflichten (begrenztes Risiko)

5 · General-Purpose-KI (GPAI)

6 · Datenschutz & Governance

Wichtige Fristen

  • 02/2025 – Verbot inakzeptabler Praktiken (Art. 5) wirksam.
  • 08/2025 – Pflichten für General-Purpose-KI greifen.
  • 08/2026 – Pflichten für die meisten Hochrisiko-Systeme greifen vollständig.
  • 08/2027 – Übergangsfristen für bestimmte produktbezogene Hochrisiko-Systeme enden.

Diese Checkliste dient der ersten Orientierung und stellt keine Rechtsberatung dar. Maßgeblich ist der jeweils geltende Wortlaut der Verordnung (EU) 2024/1689; die Einstufung im Einzelfall sollte mit fachkundiger Beratung erfolgen.

Wie Habicht hilft

Risikoklasse und Nachweis – eingebaut, nicht nachträglich zusammengesucht.

Habicht stuft jeden KI-Anwendungsfall automatisch nach Risikoklasse ein und erstellt die zugehörige Dokumentation. So wird aus der Pflicht ein Knopfdruck.

FAQ

Häufige Fragen zum EU AI Act

Gestaffelt: verbotene Praktiken seit Februar 2025, Pflichten für General-Purpose-KI seit August 2025; für die meisten Hochrisiko-Systeme greifen die Pflichten ab August 2026 vollständig.
KI in sensiblen Bereichen – etwa Personalauswahl, Kreditvergabe, kritische Infrastruktur, Strafverfolgung oder biometrische Identifizierung. Sie unterliegt den strengsten Pflichten: Dokumentation, Aufsicht und Konformitätsbewertung.
Nein. Er ist eine unverbindliche Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung. Die Einstufung im Einzelfall sollte mit fachkundiger Beratung erfolgen.
Nicht zwingend. Eine Plattform mit eingebauter Risikoklassifizierung und automatischer Dokumentation reduziert den Aufwand jedoch deutlich.

Sehen Sie Habicht in Ihrer Umgebung.

Eine kurze Demo, abgestimmt auf Ihren Anwendungsfall – on-premise, hybrid oder in der EU-Cloud.